Vision 2020 Vision: Neues Album der Krupps

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1.0 Musik1.1 NewsVision 2020 Vision: Neues Album der Krupps
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Stahl, Arbeit, Muskelkraft, Schweiß, Maschinen, Industrie … aber auch Strukturwandel, Arbeitslosigkeit, Entwurzelung, Fremdenfeindlichkeit und Zukunftsangst: mächtiges Vokabular, dessen sich Die Krupps seit jeher bedienen und das sie mit Inhalten füllen, an das sie Visionen binden, das sie zu soliden Fundamenten für Musik gießen – für ihren ureigenen Sound, der sich in fast vier Jahrzehnten stetig wandelte und doch unverkennbar blieb. Die Krupps sind wahre Pioniere, die nicht nur in mehreren Klangwelten zu Hause sind, sondern die Weichen für Ungehörtes stellten und maßgeblich für die Entwicklung neuer Genres verantwortlich waren und sind.

In den ausklingenden 70er Jahren brachte Jürgen Engler mit seiner Band Male den Punk nach Deutschland, in den 80ern und 90ern etablierten er und sein kongenialer Partner Ralf Dörper EBM und Electro-Metal. „Vision 2020 Vision“ ist das Konzentrat der wegweisenden Bandphase zwischen 1992 und 1997, die endgültige, vollkommene Verschmelzung zweier musikalischer Welten. Analog-Synthesizer klingen roh und kraftvoll, unterfüttern die heftigen Thrash-Riffs von Gitarrist Marcel Zürcher und machen den aktuellen Die Krupps -Sound so treibend und dynamisch wie nie.

Knackige Strophen, griffige Hooklines, markante Breaks, marschierende Bässe, packende Refrains – Dörper und Co-Autor Engler schrieben für „Vision 2020 Vision“ einige ihrer besten Songs überhaupt. Musik, Artwork und Texte sind untrennbar miteinander verbunden, befeuern und befruchten sich gegenseitig. Jürgen Englers Welt auf dem Cover ist grau und trist, doch die unmittelbar bevorstehende, die er durch seine Brille sieht, soll und muss Angst machen. Dabei bleiben Die Krupps thematisch aktuell und relevant: „Extinction Time“ und „DestiNation Doomsday“ beschreiben unsere Welt am Abgrund, „Alllies“ und „Fuck You“ sind an Übersee adressiert, wo Egoismus, Abgrenzung und Rücksichtslosigkeit von oberster Stelle diktiert werden, „Human“ rechnet mit der kompletten Menschheit ab und im Titelsong heißt es: „Violence will soon explode, frustration reaches overload, Revolution is imminent, we’re in the year of discontent“.

Was bleibt, ist die Hoffnung, dass Die Krupps in diesem Fall nicht Recht behalten werden.

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