5 Jahre hat es gedauert, bis endlich ein neues „richtiges“ VNV Nation Album erschienen ist. Vermisst hat man die Band in der Zwischenzeit natürlich nicht. Immer wieder spielte man Festival Gigs, kleinere Club Tourneen oder schuf sich mich „Unter dem Himmel“ gleich sein eigenes Festival.

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Mit dem letzten Album „Transnational“ bin ich nie richtig warm geworden, weshalb meine Neugier auf dieses Werk eher gesteigert war. „A Million“ als Opener bringt in den ersten Sekunden einiges an Pa¬thos mit bis die Basssequenz einspringt und dem Song eine andere Richtung gibt. Erfreulicher weise ist der Track nicht unbedingt sehr gradlinig, was Ihn um so spannender macht. „Armour“ ist 100% VNV Nation DNA. Ein Synthpop Song mit Mörder Hookline. „God Of All“ zieht das Tempo wieder ein wenig an und lebt hauptsächlich vom Refrain. Dennoch gut! Break!

Nocturne No.7 nimmt den gerade aufgenommen Schwung völlig raus. Ein klassischer Piano Song ohne gesangliche Unterstützung. Bei anderen Bands wäre das ein „Zwischenspiel“, hier jedoch dauert dieses etwas mehr als 6 Minuten. VNV Nation DNA, das hatten wir doch schonmal oder? „Collide“ hätte auch auf nahezu jedem anderen Album seinen Platz gefunden. Nach ca.3 Minuten nimmt der Song Fahrt auf und schraubt sich hymnisch in die Gehörgänge. Das folgende „Wonders“ bringt eine Synthsequenz mit, die mich irgendwie sofort an die allgegenwärtigen Einhörner Denken lässt. Überhaupt sprüht der Song vor „Glückseligkeit“ und macht dem Album hier wirklich keine Ehre.

Wer es eher dunkel Mag wir aber sofort wieder von Wolke 7 heruntergeholt. „Immersed“ startet mit einem extra schwarzem, aggressivem Bass. Vielleicht das „dunkelste“ Stück was wir von VNV bislang gehört haben. Angereichert mit jeder Menge EBM schraubt sich der Song in immer aggressivere Höhen. Erinnert was das angeht an „Control“ ist jedoch weit, weit davon entfernt eine Fortsetzung davon zu sein. Der Song hat jetzt schon einige Male mein Auto zum Wackeln gebracht. Alle Regler nach Rechts! „Give me something, give me peace or give me war!”
“Lights Go Out” startet mit einem an Sirenen erinnernden Sequenz und nimmt dann ordentlich Fahrt auf. Erinnert mich ein wenig an „Judgement“ oder „The Farthest Star“ Jetzt ist „Noire“ so richtig in der Spur und genau an dieser Stelle tritt Mastermind Ronan mit „Guiding“ auf die Bremse und bremst den VNV Nation Express von 100 auf 2 in 0,3 Sekunden. Für „Guiding“ gilt das was auch schon für Nocturne No.7 galt. Eine 6-minütige Pause, denn im Grunde sind es ein paar übereinander gelegte Sequenzen. Nicht mehr. Das hat was von Filmmusik.

„When Is The Future?“ wurde als Single auserkoren und zu dem Song ein Video veröffentlicht. Der Song ist ein sehr guter Kompromiss zwischen EBM und Synthpop und macht einfach nur Spaß! Hier ist mal wieder alles an Board was VNV Nation groß gemacht hat. „Only Satellites“ klingt von Sekunde 1 an sehr vertraut und passt irgendwie am besten wohl zu „Space and Time“. Eine weitere Synthpop Hymne. Mit Pausen scheint Mr. Harris es zu haben. Denn auch Track 12 „Requiem For Wires“ ist so eine. Auch hier könnte man sich das für einen Film vorstellen. Vermutlich nach einer Mittelalterlichen Schlacht, die Kamera fährt über das in Nebel gehüllte Schlachtfeld und man sieht neben tausenden gefallenen, ein paar Pferde und irgendwann auch den Helden des Films der natürlich überlebt hat. „All Our Sins“ ist dann der Rauswerfer, und erledigten Job perfekt. Eigentlich ziemlich simple aufgebaut, entwickelt der Track eine Wahnsinns Dynamik, bevor er in Orchestralen Flächensounds endet.
Mit „Noire“ erfindet Ronan Harris seine Band VNV Nation nicht neu. Bringt jedoch sozusagen das Beste aus über 25 Jahren VNV Nation auf einem Album, unter einen Hut.

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August 2019

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Foto von VNV Nation
Webseite: anachronsounds.de Webseite: vnvnation.de
Kategorien: Bands
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