VNV Nation sind eine Nummer für sich! Von vielen „verteufelt“ hat sich dieses Duo über die Jahre einen Status erarbeitet von dem die meisten Bands nur träumen können. Liveauftritte versammeln eine bunte Mischung von Menschen vor der Bühne und alle wirken glücklich. Die Media Control Charts sind ebenso das zuhause dieser Band wie die oberen Plätze der Genrecharts eigentlich schon automatisch gebucht sind. Nun legt man mit Transnational das nächste Album vor, welches mit dem instrumentalem Opener „Generator“ startet und zum poppigen „Everything“ leitet. Sowohl „Everything“ als auch das folgende „Primary“ erschließen sich mir nicht vollendendes. Irgendwann vor ein paar Jahren hat irgendwer dieser Band den Zahn gezogen und seitdem gibt man vorsichtig ausgedrückt überwiegend „seichte Sounds“ von sich. Das Problem diesmal ist das es mir an den großen Gefühlen in den Songs mangelt. Von dem einstigen Pathos ist nichts mehr da und das macht die Songs ein wenig „gleich“. „Retaliate“ gab es vorab bereits als kostenlosen Download, und erfüllt ein wenig die Funktion des Quotenkloppers. Auf dem letzten Album hieß der Song „Control“. „Retaliate“ erinnert an alte Empires Zeiten. An Clubfutter war es das dann aber auch. Weiterhin regieren die poppigeren Songs und diese „berühren“ mich leider nicht, hart ausgedrückt plätschern diese so an mir vorbei. Ein Lebenszeichen bietet doch das Instrumental „Aeroscope“ welches das Tempo noch einmal anzieht. „Transnational“ wird allerdings ein Erfolgsalbum werden, doch ich erinnere mich noch an die Frage des Kollegen aus der Pride And Fall Rezension „Wer waren nochmal VNV Nation?“. Die Antwort könnte lauten: VNV Nation ist die EBM/Techno Band, die so nach und nach immer ruhiger und gleicher wurde. Leider!

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