Auf den ersten Blick könnte man ja meinen es mit einer deutschen Newcomerband zu tun zu bekommen. Alle Songs tracken deutsche Namen und auch der Bandname könnte ja dem deutschen entsprungen sein. Doch hinter Wulfband verstecken sich die schwedische Musiker Sieben und Neun. Vielmehr ist über die Band auch nicht wirklich herauszubekommen. Da könnte man natürlich vermuten die beiden Herrschaften möchten die Musik für sich sprechen lassen und wollen mit Nebensächlichkeiten nicht unnötig ablenken. Also wenden wir uns den Songs direkt zu und da präsentieren uns die beiden einen wilden Mix aus EBM, NDW und Punk. Das klingt ein wenig als hätte man Nitzer Ebb zusammen mit Steinkind und DAF zusammenbekommen um mal eben schnell ein Album einzuspielen. Das Ergebnis ist ziemlich rohe Kost und sicher nichts für zarte Gemüter. Die Old School EBM Fraktion dürfte sich am ehesten Angesprochen fühlen und sich dabei an eine Band Namens Sturm Cafe erinnert fühlen. Textlich liefert Wulfband so einige Kalauer ab. Da heisst es zum Beispiel im Song „SMF“ „wir sind die schwedisch Mutterfickers“. Ein wenig überdreht aber zum Chaostanzen lädt das Debutalbum alle male ein. Eigent sich aber genauso gut um die Boxen mal wieder vom Staub zu befreien und den Nachbarn an seiner neusten CD erwerbung teilhaben zu lassen. Wulfband knüppeln sich rotzfrech durch die Songs und nehmen keine Gefangenen. Für Sturm Cafe und Container 90 Fans ist hier reinhören geradezu Pflicht.

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