Ein Blick auf den Kalender geworfen, man lese dort „April“ oder wie es neudeutsch heißt „Wumpril“. Mit einer stoischen Präzision wirft Herr Ratzinger auch dieses Jahr in eben diesem Monat ein neues Album unters Volk. “Blutspuker Tavern” heißt das neue Album und wurde von mir fast schon traditionell skeptisch beäugt. Das Cover wie immer ein Aufreger, das es keine Ankündigung im eigentlichen Sinne, also inkl. eines entsprechenden Textes gibt, geschenkt. Wenn jetzt musikalisch das gleich rauskommt wie die letzten Jahre, ist alles in Butter und man braucht sich nicht umgewöhnen. Und jawohl! Auch dieses Werk wackelt zwischen „Hey ganz ok“ und „naja geht so“ hin und her. Der Opener „Wish I was a failure“ gehört klar in die Kategorie „Hey ganz ok!“, mag vielleicht auch nur an dem Depeche Mode Gedächtnissample liegen, aber der Song macht Hoffnung!
“That was the life that was” rappelt zwar ordentlich, doch so langsam beschleicht mich das Gefühl das wer „:W: Baukasten“ wieder zum Zuge kommt. Und „Kümmerling“ gibt mir da dann Recht. „Bucket“ hat bringt dann auch mal wieder ein Sample zum Vorschein, welches provoziert. In Zeiten von Pegida passt das schon. Das gilt auch für „Das deutsche Schwert“. Ich reg mich da schon gar nicht mehr auf. „Kamerad kaputt“ ist dann eher wieder ein Stück, wo man denkt es könnte doch noch was werden, aber auch das 17te :W: Album kommt qualitativ nicht aus dem Quark. Es bleibt bei einer mittelmäßigen Fließbandarbeit, die aber anscheinend genügend Abnehmer findet. So What?

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