Home Rezensionen Soundcheck – Bulwark Bazooka

[:Wumpscut:] – Bulwark Bazooka

[:Wumpscut:] - Bulwark Bazooka
[:Wumpscut:] - Bulwark Bazooka

Es ist mal wieder April. Wenn man sich auf eines verlassen kann ist es darauf dass Rudi Ratzinger ein neues Wumspcut Album unter die Menge wirft. In den letzten Jahren war dies allerdings nicht immer unbedingt ein Genuss. Insofern hat sich auch meine Erwartungshaltung bzgl. neuer Wumspcut Alben verändert. Ich erwarte einfach gar nichts mehr. Die einzige Frage die man sich noch stellt ist: Wird man nun überrascht und Herr Ratzinger ändert den Kurs oder geht es einfach so weiter? Bezüglich „Bulwark Bazooka“ ist die Antwort darauf eigentlich ganz einfach: Es geht einfach so weiter. „Bulwark Bazooka“ reiht sich was Innovation angeht nahtlos in die Reihe der Wumspcut Alben ein, das fängt schon beim Cover an, welches erneut mit Nazi Symbolik kokettiert, geht bei den Songtiteln weiter welche den typischen Rudi Humor haben und endet Schluss letztendlich bei dem musikalischen Part, der mehr nach Pflichterfüllung als nach Spass an der Musik erklingt.

Langweilig statt Belanglos! Eine klare Steigerung

Allerdings hat man wenigstens das Gefühl das die Routine ein wenig aufgeweicht wurde. Wer die letzten Werk „Belanglos“ fand, findet „Bulwark Bazooka“ nun halt langweilig. Keine wirklich erstrebenswerte Steigerung. [:Wumpscut:] 2014 lässt zu Beginn sogar aufhorchen. Der Opener „Rubber Corpse“ hat tatsächlich das Zeug an alte Leistungen anzuknüpfen, weist einige Feinheiten auf und vermag mir ein Stirnrunzeln zu entlocken: Rudi wird doch nicht?. Nein leider gibt in Gänze kein Comeback zu alten Stärken. „Bulwark Bazooka“ ist ein ruhiges Album, was sogar dazu führt das man durchaus geneigt ist dem wohlwollend zuzustimmen, bis aus „Rubber Corpse“ und 3 weiteren Songs geht es sehr gemächlich zu werke. Wobei diese Songs diesmal nicht völlig abfallen und als reines Füllmaterial dienen. Ähnlich wie bei einem uns bekannten Dänischen Musiker, wäre Herr Ratzinger gut beraten nicht jedes Jahr ein Album unters Volk zu bringen. Alle 3 – 4 Jahre eines mit den in dieser Zeit entstandenen, stärksten Tracks wäre die sinnvolle Alternative. Vermutlich würden [:Wumpscut:] Alben dann tatsächlich wieder als etwas Besonderes wahrgenommen. Meine Vermutung ist aber das wir uns im nächsten Jahr im April mit einem weiteren halbgaren Silberling beschäftigen müssen.

X