X-Fusion – Thorn In My Flesh

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1.0 MusikX-Fusion - Thorn In My Flesh
1.0 MusikX-Fusion - Thorn In My Flesh

In Sachen Dark- beziehungsweise Harsh Electro kann wohl kaum jemand dem lieben Jan aka X-Fusion irgend etwas vormachen. Beständig erscheinen hochkarätige Alben, die immer wieder zeigen, dass harter Electro keineswegs eindimensional und austauschbar sein muss. Ganz im Gegenteil: X-Fusion, im Gegensatz zum Alter-Ego-Projekt Noisuf-X, ist nicht prinzipiell als Clubmusik konzipiert. Vielmehr kombiniert X-Fusion anspruchsvolle, teils auch verschachtelte Sounds mit einer bemerkenswerten eingängigen Rhythmik und einer ganz speziellen Atomsphäre die wirklich seinesgleichen sucht. Auch auf dem neuen Werk „Thorn In My Flesh“ ruft Jan erneut seine Höchstleistung ab und wird dabei verdammt düster und aggressiv.

Der Dorn muss anscheinend sehr tief sitzen. Gleich nach dem beunruhigenden Intro „Poem“ geht bei „Stroke By Stroke“ die Post ab; der schwarz getränkte Hass ist nahezu greifbar. Ein erster Track, der auf der Tanzfläche sehr gut funktionieren wird. Keine Gefangenheit gibt es danach bei „Strange New World“ – die sägenden Gitarrenriffs machen den Song enorm druckvoll und auch sehr emotional. Tanzbar ohne Ende ist darauf „Holy Grail“, während sich „Divine Spite“ schaurig düster in Dark Electro-Gefilden bewegt – einfach nur klasse.
„Easy To Hate“ und „Thorn In Flesh“ geben dann wieder richtig Gas. Bemerkenswert sind wiederum die Gitarrenriffs bei letztgenanntem Track. Es zeigt sich immer wieder, dass Gitarren richtig gut in den Harsh Electro passen können.
Soundtrackhaft zeigt sich das anschließende Instrumental „Funeral Of Myself“: sphärisch, unglaublich düster und Angst einflößend – Hammer! Mit „Shadow Of Myself“ und „Just A Scar“ wird jetzt erneut die Clubfraktion sehr gelungen bedient. Besonders „Shadow Of Myself“ bietet dabei das größte Hitpotenzial. „Second Sight“ und „Odd One Out“ sind darauf noch mal richtig guter Sound, bis der fulminante Knaller das Ende dieses Spitzenalbums einläutet.

„Der perfekte Soundtrack zum Untergang“? Hm, ich weiß es nicht. Eher der richtige Sound zum Nachdenken, um sich Inspirieren zu lassen und danach ordentlich Party zu machen: Auf geht’s!

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