Markus Bär, der Kopf hinter X-In June, ist nun wahrlich ein Alter Hase. Seit 1998 in unterschiedlichen Bands aktiv. Seit seinem Bruch mit der Band Lost Area 2012 agiert er in Zusammenarbeit mit Christian Beer nun als One Man Project. Aus dieser Arbeit sind bereits 2 Alben hervorgegangen und eine Fan Base konnte sich erarbeitet werden. Für das neue Album „Magus“ mutiert X-In June nun zum Duo. Mit Borislav Schultheiss (Ex-Eurocide) ist nun ein weiterer Akteur beteiligt. Wer Markus Bär schonmal gehört hat, weiß das man es hier mit einer ganz speziellen Gesangsstimme zu tun bekommt. Love or Hate it! Wie auch immer man nun dazu steht, ist eines klar! DAS ist ein Markenzeichen! Diese Stimme hört man unter 1000en heraus und was Besseres kann einer Band gar nicht passieren.

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12 Songs haben es auf das Album geschafft. „Endless Thoughts“ eröffnet das Album. Das folgende „The Lord“ lässt mich das erste Mal richtig aufhorchen. Klingt völlig anders als der Opener. Selbst der Gesang hat sich geändert. Der Song klingt nach Old School im modernen Gewand. Ziemlich dunkle, mit jede Menge Synthie-Spielerein. Groß! „The Victims of Search“ hält die Stimmung wieder auf, brettert dafür mächtig nach vorne. Spätestens wenn Track 4 „Love Made Of Wax“ erklingt und man als Hörer feststellen muss, das sich dieser Song wiederum von den anderen grundlegend unterscheidet, weiß man das sich X-In June mit „Magus“ anschicken, ein wenig weiter oben in der Genre Hierarchie anzuklopfen. „Love Made Of Wax“ hat einen mystischen Unterton, der dem Sound auf die Sprünge hilft und das Gesamtbild sehr interessant hält. „Human Nature“ zieht einem nach kurzem Intro den Stuhl unter dem Hintern weg, wenn bei der Nummer die Beine nicht zucken, sollte man vielleicht mal seinen Arzt konsultieren ob hier noch was zu retten ist. „Human Nature“ ist aber weit davon eine 08/15 Clubnummer zu sein. Dafür sorgen alleine die vielen, stillen Breaks. „My Life in a Chest“ ist eine weiter Old School Dancefloor Attacke ohne Kompromisse! So macht man Clubmusik ohne sich an gängigen Standards anzubiedern.
Doch X-In June können auch anders. „Fallen Land“ z.B. klingt trotz fehlender Gitarren rein atmosphärisch nach einem Rocksong. In der Summe halten wir hier das bislang beste X-In June Album in Händen. Ein Album was durch seine Gesamtheit überzeugt und den so wichtigen Clubhit, gleich noch in mehrfacher Ausführung mitliefert. Wobei sich in dieser Beziehung „Soulguards“ durchaus in den Vordergrund schiebt. Der Song klingt wie eine vergessene Demo Version aus elektronischen Apoptygma Berzerk Tagen, die hier nun wiederaufgetaucht, poliert und auf den neuesten Stand und im X-In June Klangkosmos untergebracht wurde. „Magus“ hat jede Aufmerksamkeit verdient die, dieses Album erhaschen kann.

X-in June Live

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Weblinks

Foto von X-in June
Webseite: x-injune.com
Kategorien: Bands
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