Und da sind sie wieder! Mit „Crank It Up“ setzen X-RX ihre Attacken auf die Clubs fort und versorgen die tanzwütige Meute weiter mit frischem Stoff. Eigentlich hat sich seit „Activate The Machinez“ von 2012 gar nicht so viel geändert: Der Sound ist immer noch treibend, harsch und tanzbar ohne Ende. Bemerkenswert ist auf alle Fälle der Gesang, der mehr und mehr Platz im Soundkonstrukt der Kölner Jungs findet und sich stetig positiv weiterentwickelt. Bereits beim Vorgänger stand das X-RX gut zu Gesicht und auch „Crank It Up“ profitiert sehr davon. Nur noch drei Tracks („Owls“, „Dead Hands“ und „Wipe Down This (Edit)“ kommen dagegen ohne Vocals aus. Diese verleihen den Songs einfach mehr „Seele“, mehr Tiefgang und auch mehr Wiedererkennungswert. Stellenweise erinnert das Ganze sogar etwas an Combichrist. Und so gibt es verdammt viel guter Musik auf dem Album zu hören: Der Titeltrack „Crank It Up“, das geniale „A To A And D To D“, das düstere „The Man With The Gun“ oder das provozierende und in Deutsch gesungene „Underground“ – es gibt eigentlich keine Ausfälle zu vermelden. Besonders bei der letztgenannten Nummer merkt man, dass X-RX gehörig Emotionen investieren („Lieber schmier` ich mich mit Kunstblut ein, als einer von Euch zu sein”). Und genau das ist das Salz in der Suppe und genau das ist das Mittel, um nicht im eintönigen Einheitsbrei zu versinken. Ah ja, da war ja noch eine kleine Rechnung mit Faderhead offen. In dem Track „Bitches Know All About My Boom“ vom Album „FH4“ wollte der liebe Faderhead nicht mit „Bitches like X-RX“ unter einem Hut gesteckt werden. Nun folgt die Retourkutsche mit „All The Bitches (Like [X]-RX) (Edit)“. Eine amüsante Geschichte, die sich hier anbahnt. Doch wer Krieg will, soll ihn bekanntlich ja auch haben. Alles in allem ist „Crank It Up“ das stärkste Album der Bandgeschichte mit dem sich X-RX in die obere Liga der harschen Electro-Acts begeben. „Rockstars“ sind sie dadurch zwar auch noch nicht, aber was nicht ist kann ja noch werden.

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