Nach 18 Jahren gibt es nun wieder ein neues Zoon Politicon Album. Spricht man da eigentlich von einem Comeback? Oder ist das eher einfach ein Debut? Wie auch immer man dies sieht, haben Helmut Winter (Gesang) und Achim Dressler mit „Black In White“ ein starkes Synt-Pop Album abgeliefert. Die Songs klingen gleichzeitig frisch, unverbraucht und Retro. Für die Reminiszenzen an vergangene Tage sorgen vor allem die schrägen Untertöne, sowie die ein oder andere Gesangslinie, die man heutzutage so nicht mehr zu hören bekommt, in den 80ern aber nicht sonderlich aufgefallen wäre.

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„Black In White“ ist durchsetzt von großen Melodien und passenden Harmonien, sowie gezielten disharmonischen Elementen. Damit setzt sich das Duo erfolgreich von vielen anderen Bands ab. Die beiden Musiker mit anderen, aktuellen Acts zu vergleichen fällt relativ schwer. Zoon Politicon sind ein wenig sperriger als die Synt-Pop Acts, deren Alben wir in diesem Jahr schon hören durften. Aber genau darin liegt der Reit. Helmut Winters charismatischer Gesang z.B. ist mit einem sehr hohem wiedererkennungswert gesegnet. Der Opener „Run Forever“ zeigt dann auch schnell wohin die Reise geht. Der Refrain „Run Run Run“ bleibt sehr schnell im Ohr hängen und die Rhythmik des Songs ist großartig. Die Songs „Moments“ und „Special Kind Of Love“ (welchen ihr übrigens hier in voller Länge hören könnt) sind bereits als Vorab Veröffentlichungen erschienen und haben nicht umsonst die GEWC erobert. „Black In White“ zeigt auch sonst keine nennenswerten Schwächen. Gute Produktion, spannende Songstrukturen, sowie ein hoher Grad an Eigenständigkeit machen das Album zu einem besonderen Schmankerl für ein breites, mögliches Hörerspektrum.
Da bleibt nur zu hoffen, dass man auf das nächste Album nicht wieder 18 Jahre warten muss.

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Zoon Politicon Live

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