Zynic konnten vor gut 2 Jahren mit ihrem Debutalbum „Fire Walk With Me“ auf sich aufmerksam machen und erste Erfolge verbuchen. Nun zwei Jahre später soll dieses Fundament mit „Blindsided“ ausgebaut werden.
Der Unterschied zum Vorgänger lässt sich recht schnell ausmachen. Es gibt viel weniger Reminiszenzen an die 80er Jahre und sprang mit „Personal Kryptonite“ damals ein Song direkt ins Auge, fällt dieses diesmal aus. Zynic 2013 klingen erwachsener und gereifter, leider aber auch viel glatter und damit um einiges berechenbarer als zuvor. Doch dem Electroppop bleibt man treu, nur klingt es alles ein wenig „perfekter“. Wobei hier auch gleich das Problem zu suchen ist. „Blindsided“ lässt bei mir den Funken nicht überspringen. Es ist alles so perfekt rund und konform gefeilt, das es fast schon zu viel ist. Keine Angst! Reinrassige Synthiepopfans werden begeistert sein! Songs wie „Dead End“ oder „Escape“ sind beileibe keine schlechten. Die Balance zwischen Uptempotracks und langsameren Songs fürs Herz ist gut ausgewogen.
Gesanglich offenbart sich eine angenehme, aber nicht sehr flexible Gesangsstimme.
Zynic liefern ein Solides Electropopalbum ab, welches sich aber schwer tut mich zu „berühren“ und daher schon wieder nahe daran ist, an mir vorbei zu plätschern.

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